Migration Exchange 2007 auf 2013: Benutzer mit Outlook-Anywhere bekommt keine Öffentlichen Ordner angezeigt

Problem:
Nachdem ich einen externen Benutzer von Exchange 2007 auf Exchange 2013 umgezogen hatte, hat dieser die Öffentlichen Ordner nicht mehr angezeigt bekommen. Der Zugriff erfolgt in der Migrations-Phase über die Discovery-Mailbox-Methode auf den Exchange 2007 (Erklärung siehe TechNet-Quelle unten). Von den intern Outlook-Clients funktioniert der Zugriff problemlos.
Nach einiger Recherche mittels Fiddler habe ich herausgefunden, dass bei dem Client ein zweiter Autodiscover läuft und hier auf die interne Domäen abgefragt wird (https:\\autodiscover.domäne.intern/autodiscover/autodiscover.xml).
Warum der zweite Autodiscover?

Lösung:
Des Rätsels Lösung ist ganz einfach. Dadurch, dass der Client auf die alten Öffentlichen Ordner auf dem Exchange 2007 über das Discovery-Postfach zugreift, läuft für dieses Postfach ebenfalls noch ein Autodiscover. Da ich dem Discovery-Postfach keine öffentliche Mail-Adresse zugewiesen habe (warum auch??), versucht der Client mittels Domäne der primärer Mail-Adresse (die ja intern ist) auf die Autodiscover-URL zuzugreifen (Erklärung wie der Client die Autodiscover-URL ermittelt finden Sie unten in den Quellen).

Die Lösung ist simpel:
Vergeben Sie der Public-Folder-Discovery-Mailbox eine öffentliche Mail-Adresse als Primäre Mail-Adresse und das Autodiscover wird vom externen Client erfolgreich sein.

Quellen/Hilfen:
Hope-This-Helps: Exchange Autodiscover: Wie wird die Autodiscover-URL ermittelt?

https://technet.microsoft.com/de-de/library/dn690134(v=exchg.150).aspx

Exchange Autodiscover: Wie wird die Autodiscover-URL ermittelt?

Problem:
Für mich hat sich die Frage gestellt, wie der Outlook-Client (gerade außerhalb der Organisation über Outlook Anywhere) den Autodiscover FQDN bekommt, die er anfragt um seine Autodiscover-Informationen zu bekommen.

Lösung:
Der Outlook-Client geht hier nach einem fest definierten Schema vor, dass man wissen sollte, da man sonst nicht versteht, warum der Client keine Autodiscover-Informationen erhält.

WICHTIG VORWEG: Als Mail-Domäne nimmt der Client nicht die Windows-Domäne sondern die Mail-Domäne der PRIMÄREN Mail-Adresse des Benutzers
Das kann Probleme machen, wenn man einem Benutzer nur eine interne Mailadresse gibt oder dieser verschiedene externe Mail-Adresse zugewiesen bekommen hat. Vor allem, wenn der Benutzer per Outlook Anywhere zugreift und keinen SCP erreichen kann und somit die Autodiscover-URLS abklappert.

Folgenden Ablauf durchläuft der Client für das Autodiscover-Ermittlung:
1.) Abfrage SCP (Service Connection Point) aus dem AD (ClientAccessServer AutodiscoverServiceInternalURI)
2.) Anfrage auf https://mail-domäne/autodiscover/autodiscover.xml
3.) Anfrage auf https://autodiscover.mail-domäne/autodiscover/autodiscover.xml
4.) Anfrage auf http://autodiscover.mail-domäne/autodiscover/autodiscover.xml
5.) Abfrage eines SRV-Records
6.) Verwendung der lokalen autodiscover.xml, soweit bereits vorhanden

Quelle: SebastianHetzel.net: Exchange Autodiscover

Exchange 2013: Rückmigration von Postfach Exchange 2013 auf 2007 schlägt fehl/funktioniert nicht

Problem:
Ich musste ein bereits migriertes Postfach vom Exchange 2013 auf den Exchange 2007 zurück verschieben.
Die Migrationsbatch wurde erzeugt, lief aber niemals los.

Lösung:
Aus mir leider nicht ganz verständlichen Gründen, muss man die erste Migration des Postfaches ZUM Exchange 2013 in der Migrationsübersicht löschen und danach ist eine Rückmigration problemlos möglich.
Sie können diese Löschen in der ECP-Website unter "Postfach" -> "Migration".
Hier die entsprechenden Batches des Postfaches suchen und alle löschen.
Nach der Löschung (kann etwas dauern - immer wieder aktualisieren) kann das Postfach auf den alten Exchange verschoben werden!

Exchange 2007 - 2013 Migration: Outlook verlangt ständig Anmeldedaten (Credential Popup) für Öffentliche Ordner

Problem:
Ich bin gerade bei einer Migration von Exchange 2007 auf Exchange 2013.
Da die Migration im laufenden Betrieb durchgeführt wird und Exchange 2013 nicht direkt auf die Öffentlichen Ordner von Exchange 2007 zugreifen kann, musste ich die Discovery-Mailbox-Variante wählen um den Zugriff der umgezogenen Clients zu ermöglichen (siehe Quelle unten).
Dabei ist aufgefallen, dass alle umgezogenen Benutzer auf Exchange 2013 mehrmals am Tag die Verbindung zum Öffentlichen Ordner auf Exchange 2007 verloren haben und sich ein Anmeldefenster dazu öffnet. Das war sehr lästig und ich habe viel an den IIS-Einstellungen vom alten und neuen Exchange versucht - alles erfolglos!
Daraufhin habe ich herausgefunden, dass ich Outlook über die Exchange-Proxy-Einstellungen zu einem TCP-Connect "zwingen" kann, indem ich dort den Haken "Bei schneller Verbindung zuerst über HTTP verbinden" entferne. Damit versucht Outlook erst eine TCP-Verbindung und dann eine HTTP-Verbindung. Das klappt super gut und die Verbindung zum alten Server geht über RPC/TCP und zum neuen über RPC/HTTP.
Das nächste Problem: Das Autodiscover überschreibt meine Einstellungen und setzt mir den Haken immer wieder neu!!!

Lösung:
Man kann mittels Registry eine Policy setzen, wodurch man die Einstellung dauerhaft festsetzen kann.
Hier die Policy, wie ich Sie aktuell für Outlook 2007 - 2013 erfolgreich einsetze:

Key : HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Policies\Microsoft\office\xx.0\Outlook\RPC
Value Name : proxyserverflags
Value Type : REG_DWORD
Value : 39 (27h)


Wobei xx für die jeweilige Office-Version steht (12 = Office 2007, 14 = Office 2010, 15 = Office 2013, 16 = Office 2016)

Das ist zwar nicht die sauberste Lösung, da ich eigentlich das Problem am Exchange 2007 nicht gelöst habe doch will ich gerade nicht die Konfiguration des alten Servers so extrem abändern, dass mir etwas anderes "um die Ohren fliegt". Außerdem wird der alte Exchange-Server nach der Migration sowieso abgeschaltet und damit erledigt sich dann auch das Problem.

Quelle für Flags: getadmx.com: RPC/HTTP-Verbindungs-Flags

Quelle Discover Public Folder 2013: Technet: Konfigurieren älterer öffentlicher Ordner, wenn sich die Postfächer der Benutzer auf Exchange 2013-Servern befinden


Debian 9 : hohe CPU Last durch systemd-journald

Problem : Ein Server mit Debian 9 hat eine durchgehend hohe Systemlast. Beim prüfen der Last fällt auf das "systemd-journald" der Grund ist. Nachdem ich mit journalctl -xe nachgeschaut habe woran das liegen könnte sind mir die folgenden Zeilen aufgefallen die sich immer wieder wiederholen.
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME sh[293]: /sbin/dhclient-script: 28: .: Can't open /usr/share/sendmail/dynamic
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME dhclient[302]: DHCPDECLINE on eth0 to 255.255.255.255 port 67
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME sh[293]: DHCPDECLINE on eth0 to 255.255.255.255 port 67
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME sh[293]: DHCPDISCOVER on eth0 to 255.255.255.255 port 67 interval 5
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME dhclient[302]: DHCPDISCOVER on eth0 to 255.255.255.255 port 67 interval 5
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME dhclient[302]: DHCPREQUEST of XXX.XXX.XXX.XXX on eth0 to 255.255.255.255 port 67
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME sh[293]: DHCPREQUEST of XXX.XXX.XXX.XXX on eth0 to 255.255.255.255 port 67
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME sh[293]: DHCPOFFER of XXX.XXX.XXX.XXX from XXX.XXX.XXX.XXX
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME dhclient[302]: DHCPOFFER of XXX.XXX.XXX.XXX from XXX.XXX.XXX.XXX
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME sh[293]: DHCPACK of XXX.XXX.XXX.XXX from XXX.XXX.XXX.XXX
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME dhclient[302]: DHCPACK of XXX.XXX.XXX.XXX from XXX.XXX.XXX.XXX
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME sh[293]: RTNETLINK answers: File exists

Der Grund für den andauernden Neustart Wahn des dhclient war diese Zeile
Sep 08 14:33:27 HOSTNAME sh[293]: /sbin/dhclient-script: 28: .: Can't open /usr/share/sendmail/dynamic
Lösung : In meinem Fall lief ein Skript Amok.
/etc/dhcp/dhclient-exit-hooks.d/sendmail
Da ich hier sowieso auf eine andere Art der Überwachung setzte hab ich das Skript einfach mit folgenden Befehl gelöscht
rm /etc/dhcp/dhclient-exit-hooks.d/sendmail
seitdem ist die Systemlast wieder auf dem gewohnten Stand unterwegs. Wenn man das allerdings benötigt kann man auch diesen Befehl in den Terminal hämmern.
mkdir -p /usr/share/sendmail && touch /usr/share/sendmail/dynamic
“Wenn du dir die Anwender deiner Programme als Idioten vorstellst, werden auch nur Idioten deine Programme verwenden.”
Linus Torvalds