DATEV - Komplettsicherung mit gestoppter SQL-Datenbank

Vor der Datensicherung ist es empfehlenswert eine Datenbanküberprüfung durchzuführen. Bitte beachten Sie hierzu folgenden Artikel.

DATEV - Datenbankprüfung Batch-Datei für Sicherungssoftware erstellen

Microsoft SQL Server stoppen


Bei der Microsoft SQL-Datenhaltung können Datenbanken nicht versehentlich oder absichtlich gelöscht oder kopiert werden. Sie sind an den laufenden Microsoft SQL Server angehängt ("attached") und somit die ganze Zeit im Zugriff. Stellen Sie deshalb sicher, dass der Microsoft SQL Server vor der Dateisicherung (Offline) beendet wurde, da ansonsten die Microsoft-SQL-Datenbanken nicht ordnungsgemäß auf das Sicherungsmedium kopiert werden können.


Mögliche Namen der SQL-Serverinstanzen sind:
- MSSQL$DATEV_SV_SE01 für eine Microsoft SQL Standard Edition an einem Server-Betriebssystem
- MSSQL$DATEV_SV_SE02 und MSSQL$DATEV_SV_SE03 können als zweite und dritte Instanz vorhanden sein.
- MSSQL$DATEV_SV_DE01 für einen Microsoft SQL Express an einem Peer-Server oder bei Mandanten
- MSSQL$DATEV_CL_DE01, MSSQL$DATEV_CL_SE01 zur Verwaltung der lokalen Datenbanken


Um den SQL-Server-Dienst mitsamt den abhängigen Diensten (Parameter /Y verhindert hier eine störende Sicherheitsabfrage) zu stoppen, geben Sie den folgenden Kommandozeilenbefehl in eine Batch-Datei (z. B. prejob.bat) ein:

net stop MSSQL$DATEV_SV_SE01 /Y

Falls Sie mehrere SQL-Serverinstanzen installiert haben, so fügen Sie hier weitere net-stop-Befehle als eigenständige Zeilen der Batch-Datei an.


Datensicherung


Die einfachste Möglichkeit, alle relevanten DATEV-Daten zu sichern, besteht nun darin, dass Sie das gesamte Verzeichnis :\DATEV\Daten am Arbeitsplatz mit lokalen Datenpfaden und am Fileserver :\WINDVSW1\DATEV\Daten in die Sicherung mit aufnehmen. Denken Sie auch an Datenbanken außerhalb dieses Verzeichnisses, wenn Sie auf Datenpfade in einer zusätzlichen Freigabe zugreifen.


Microsoft SQL Server starten


Starten Sie nach abgeschlossener Sicherung der Daten die im prejob.bat gestoppten SQL-Serverinstanz(en) wieder. Geben Sie hierfür den folgenden Kommandozeilenbefehl in eine Batch-Datei (z. B. afterjob.bat) ein:

net start MSSQL$DATEV_SV_SE01

Falls Sie mehrere SQL-Serverinstanzen installiert haben, so fügen Sie hier weitere net-start-Befehle als eigenständige Zeilen der Batch-Datei an. Starten abhängiger Dienste unter Umständen nötig DATEV verwendet in Zukunft verstärkt den Dienst SQL Server-Agent (DATEV_XX_XE01).





Bitte überprüfen Sie die Datev Infodatenbank auf Aktualität dieser Informationen !

Quelle : Datev Info Datenbank - Dok.-Nr.: 1080090

DATEV - Datenbankprüfung Batch-Datei für Sicherungssoftware erstellen

Datenbankprüfung Batch-Datei für Sicherungssoftware erstellen


Als Alternative zu dem oben genannten Vorgehen können Sie die automatische Datenbankprüfung und SQL-Online-Sicherung von Ihrer Datensicherungssoftware (z. B. beim täglichen Sicherungslauf) durchführen lassen. Vorteilhaft beim Aufruf mit Ihrer Sicherungssoftware ist, dass sich die Datenbankprüfung nicht mit dem Stoppen des Microsoft SQL Servers für die weitere Datensicherung überschneiden kann.



Auszug aus der Datev Infodatenbank

So gehen Sie vor:


1.) Öffnen Sie den DATEV SQL-Manager über Start | Programme | DATEV | Basissoftware.


2.) Wählen Sie Ansicht | Expertenmodus, um den Expertenmodus zu aktivieren


3.) Öffnen Sie mit einem rechten Mausklick auf den <Rechnername> (lokal) das Kontextmenü und wählen Sie den Menüpunkt Prüf- und Sicherungslauf planen.


4.) Das Fenster Prüf- und Sicherungslauf planen öffnet sich, und Sie befinden sich in der Registerkarte Geplanter Vorgang.


5.) Entfernen Sie den Haken aus dem Kontrollkästchen Vorgang planen


6.) Wechseln Sie danach auf die Registerkarte SQL-Online-Sicherung.


7.) Aktivieren Sie das Kontrollkästchen SQL-Online-Sicherung nach Prüfung durchführen.


8.) Wählen Sie ein Sicherungsverzeichnis. Es werden nur lokale Verzeichnisse angezeigt, eine Sicherung auf einem Netzlaufwerk ist nicht möglich. Beachten Sie, dass das Sicherungsmedium über ausreichend Speicherplatz verfügen muss, um die Sicherung aufzunehmen. Wir empfehlen als Sicherungsverzeichnis ein Unterverzeichnis von <LokalesLW>:\WINDVSW1\DATEV\DATEN, z. B. DATEV_SQL-Sicherung.


9.)Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Verzeichnisstruktur des Datenpfades als Unterverzeichnisse erzeugen.


10.) Lassen Sie das Kontrollkästchen Kennwort für Wiederherstellung verwenden deaktiviert. Ab der DATEV-Programm-DVD 22.0 ist dieses Kästchen nicht mehr aktivierbar.


11.) Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Löschen früherer Sicherungen durchführen.


12.) Passen Sie die maximale Anzahl der Generationen an. Der Standardwert ist hier mit 3 beziffert.


13.) Wählen Sie die Registerkarte Aufruf/Steuerdatei.


14.) Klicken Sie auf die Schaltfläche Batchaufruf in Zwischenspeicher, um die Angaben in den Zwischenspeicher zu übernehmen.


15.) Klicken Sie auf OK, um das Dialogfenster Prüflauf planen zu schließen und die Steuerdatei zu speichern.


16.) Um den generierten Aufruf verwenden zu können, kopieren Sie (z. B. mit Hilfe eines Editors) den Aufruf des Prüfprogramms mit der Steuerdatei aus dem Zwischenspeicher in eine Batch-Datei (.bat) und speichern Sie diese (z. B. unter dem Namen prejob.bat).


17.) Wie Sie die Aufrufdatei mit Hilfe Ihrer Datensicherungssoftware einbinden bzw. aufrufen, ist von dem jeweiligen Datensicherungsprogramm abhängig, das Sie verwenden.


18.) Lassen Sie die Batch-Datei (z. B. prejob.bat) unmittelbar vor der Offline-Sicherung (siehe Dokument Datensicherung - Was ist wichtig im DATEV-Umfeld? (Dok.-Nr. 1080090)), d. h. vor dem Stoppen des Microsoft SQL Servers aufrufen, um die Microsoft-SQL-Datenbanken automatisch prüfen zu lassen.






Bitte überprüfen Sie die Datev Infodatenbank auf Aktualität dieser Informationen !

Quellen :

Datev Infodatenbank - Dok.-Nr.: 1013210

Datev Infodatenbank - Dok.-Nr.: 1013856


“Die Organisationen stecken Millionen von Dollars in Firewalls und Sicherheitssysteme und verschwenden ihr Geld, da keine dieser Maßnahmen das schwächste Glied der Sicherheitskette berücksichtigt: Die Anwender und Systemadministratoren.”
Kevin Mitnick