Search-Mailbox: Unerwünschte Mails aus Postfächern suchen/entfernen

Bei einer SPAM-Welle ist es eventuell nötig, dass bestimmte Mails direkt aus dem Postfach der Benutzer entfernt werden müssen. Dazu ist eine Abstimmung mit dem DSB nötig, da es hier um einen direkten Eingriff in die Postfächer geht. Außerdem ist ein sehr umsichtiger Umgang mit diesem Befehl nötig, da durch die Eingabe von fehlerhaften Parametern ganze Postfächer geleert werden können!
Zum Einsatz kommt hier das cmdlet Search-Mailbox, welches von Microsoft offiziell abgekündigt wurde. Dieses wurde offiziell durch das cmdlet New-ComplianceSearch ersetzt, wird aber immer noch onPrem und in der Cloud unterstützt.
Warum verwende ich trotzdem das alte cmdlet?
Da das New-ComplianceSearch keinen DELETE mehr zulässt, sondern nur noch suchen kann (Datenschutzkonform).
Gibt es Beschränkungen des cmdlets?
Search-Mailbox hat eine Begrenzung von 10.000 Ereignissen pro Postfach und muss ggf. mehrfach ausgeführt werden.
Quelle Microsofts Docs: Search-Mailbox (ExchangePowerShell) | Microsoft Docs
Damit man das cmdlet überhaupt ausführen darf sind die zwei folgenden Exchange-Administrator-Rollen für den AD-Benutzer, welches den Befehl ausführt, nötig:
Discovery Management
Exchange Mailbox Import Export

Das cmdlet hat drei Funktions-Modis:
LogOnly = Es wird nur ein Bericht erstellt, aber keine Mail gelöscht/verschoben
ohne Parameter = Es wird ein bericht erstellt und die gefundenen Mails werden in die TargetMailbox kopiert bleiben aber auch im originalen Postfach vorhanden
DeleteContent = Es wird ein bericht erstellt und die gefunden Mails werden in die Target;ailbox verschoben - die Mail ist im originalen Postfach NICHT mehr vorhanden

Der Bericht sieht dann wie folgt aus:

Beispiele
Beispiel 1 - Postfach durchsuchen und nur Bericht erstellen
Hier wird das Postfach von MMustermann durchsucht nach Mails mit dem Betreff "Virus" und Eingang am 07./08.02.2022. Es wird nur ein Bericht erstellt und keine Mails gelöscht oder kopiert. Der Bericht erfolgt an mailadmin@xyz.de im Ordner SPAM
Search-Mailbox -Identity MMustermann -TargetMailbox mailadmin@xyz.de -TargetFolder "SPAM" -SearchQuery {Subject:"Virus" AND received:"07/02/2022..08/02/2022"} -LogLevel Full -LogOnly



Beispiel 2 - Postfach durchsuchen, Bericht erstellen, Mails kopieren, original Mails im Benutzerpostfach nicht löschen
Hier wird das Postfach von MMustermann durchsucht nach Mails mit dem Betreff "Virus" und Eingang am 07./08.02.2022. Es wird ein Bericht erstellt und die Mails in das Postfach mailadmin@xyz.de in den Ordner SPAM kopiert. Der Bericht erfolgt an mailadmin@xyz.de im Ordner SPAM. Die originalen Mails Bleiben beim Benutzer ERHALTEN.
Search-Mailbox -Identity MMustermann -TargetMailbox mailadmin@xyz.de -TargetFolder "SPAM" -SearchQuery {Subject:"Virus" AND received:"07/02/2022..08/02/2022"} -LogLevel Full



Beispiel 3 - Postfach durchsuchen, Bericht erstellen, Mails kopieren, original Mails im Benutzerpostfachr LÖSCHEN
Hier wird das Postfach von MMustermann durchsucht nach Mails mit dem Betreff "Virus" und Eingang am 07./08.02.2022. Es wird ein Bericht erstellt und die Mails in das Postfach mailadmin@xyz.de in den Ordner SPAM verschoben. Der Bericht erfolgt ebenfalls an mailadmin@xyz.de im Ordner SPAM. Die verschobenen Mails werden in Unterordner pro Postfach abgelegt inkl. der Ordner Struktur, in der sie gefunden wurden.
Search-Mailbox -Identity MMustermann -TargetMailbox mailadmin@xyz.de -TargetFolder "SPAM" -SearchQuery {Subject:"Virus" AND received:07/02/2022..08/02/2022} -LogLevel Full -DeleteContent -Force




Beispiel 4 - Postfachdatenbank durchsuchen, Bericht erstellen, Mails kopieren, original Mails im Benutzerpostfach LÖSCHEN
Hier werden alle Postfächer der Postfachdatenbank MBXDB1 nach Mails mit dem Betreff "Virus" und Eingang am 07./08.02.2022 durchsucht. Es wird ein Bericht pro Postfach erstellt und die Mails in das Postfach mailadmin@xyz.de in den Ordner SPAM verschoben. Der Bericht erfolgt ebenfalls an mailadmin@xyz.de im Ordner SPAM. Die verschobenen Mails werden in Unterordner pro Postfach abgelegt inkl. der Ordner Struktur, in der sie gefunden wurden.
Get-Mailbox -Database "MBXDB1" -resultsize unlimited | Search-Mailbox -TargetMailbox mailadmin@xyz.de -TargetFolder "SPAM" -SearchQuery {Subject:"Virus" AND received:07/02/2022..08/02/2022} -LogLevel Full -DeleteContent -Force


spring4shell : vulnerability scanner

Nach log4j kommt spring4shell , langsam nervt das ;(

Ein Kollege hat hier einen vulnerability scanner geschrieben um verdächtige Klassen auf einem System zu finden. z.G. ist das Tool in GO geschrieben und kann für jede Plattform kompiliert werden. Nachdem ich das jetzt bereits ausgiebig im Einsatz habe, kann ich sagen, das macht das Leben leichter.
https://github.com/hillu/local-spring-vuln-scanner

gnome-flashback : disable desktop

Ich benutze hier ein i3wm in Verbindung mit gnome-flashback, hier wird jedesmal ein Desktop gestartet. Um das zu unterbinden kann man mit dem dconf Editor den Desktop auf false setzen
dconf write /org/gnome/gnome-flashback/desktop false

um nur die icons zu deaktiveren kann man diesen Befehl absetzen
gsettings set org.gnome.gnome-flashback.desktop show-icons false

und um das komplett zu machen , um nur einige Icons zu entfernen kann diese Kette verwendet werden
gsettings set org.gnome.gnome-flashback.desktop.icons show-home false
gsettings set org.gnome.gnome-flashback.desktop.icons show-trash false

Teamviewer: Server-ID vs. Session-ID - Teamviewer funktioniert nur wenn man angemeldet ist

Problem:
Ich hatte das Problem, dass ich auf einer VM den Teamviewer-Host einsetzen musste und wunderte mich dann, dass die Verbindung nur funktionierte, wenn man angemeldet ist!

Lösung:
Es gibt zwei IDs bei Teamviewer…eine Session-ID und eine Server-ID. Die Server-ID ist IMMER erreichbar.
Sollte keine Server-ID vorhanden sein, dann muss man unter Optionen -> Erweitert den Punkt "Erweiterte Mehrbenutzerunterstützung" aktivieren (Default ab Teamviewer 11 und höher).

Wenn man dann das Dialogfenster Hilfe -> "Über Teamviewer" öffnet sieht man beide IDs.

TeamViewer auf Windows Servern: Erweiterter Mehrbenutzermodus

Hier noch eine gute Quelle für das Härten einer Teamviewer-Installation:
How to Lock Down TeamViewer for More Secure Remote Access

Shops UTM Cluster: Slave-Node hängt bei Up2Date - Slave Node stuck in "UP2DATE" Mode

Problem:
Ich hatte das Problem, dass bei einem Sophos-Cluster des Upgrade des Slave-Nodes nicht durchlief. Der Node bliebt immer im Status "Up2Date" hängen und erst ein Neustart brachte ihn wieder in den normalen aber unaktuellen Zustand.
Nachdem ich eine Log-Files überprüft hatte, war klar, dass entweder das Update-File defekt oder nicht vollständig auf den Slave-Node übertragen wurde, aber das System der Meinung war, dass das alles in Ordnung ist.

Lösung:
Man muss nun das Update-File manuell auf den Slave-Node übertragen und das Upgrade dann manuell starten.
Hier die nötigen Schritte dafür:

Nötige Vorbereitungen:
- Update-Dateien bei Sophos ermitteln für späteren Download: Sophos UTM v9 Up2Date
- SSH- und ROOT-Zugang über die Webshell aktivieren und eventuell Kennwort neu setzen (loginuser/root)

Upgrade manuell durchführen:
1.) SSH-Verbindung zum aktuellen Master-Node herstellen und mittels loginuser anmelden
2.) ROOT-Rechte anfordern mittels:
su

3.) Ins Verzeichnis tmp wechseln:
cd /tmp

4.) Die zuvor ermittelte Update-Datei mittels wget herunterladen:
wget ftp://ftp.astaro.com/UTM/v9/up2date/u2d-sys-9.705007-706009.tgz.gpg

5.) Die heruntergeladene Update-Datei auf den Slave-Node übertragen (kann auch mit mehreren Updates durchgeführt werden):
scp u2d-sys-9.705007-706009.tgz.gpg loginuser@198.19.250.1:/tmp

6.) Nach erfolgreichem Kopiervorgang auf den Slave-Node wechseln:
 ha_utils ssh

7.) Hier ebenfalls Root-Rechte anfordern:
su -

8.) Ins Verzeichnis tmp wechseln:
cd /tmp

9.) _Die Update-Datei jetzt in den Update-Folder des Nodes verschieben und eventuell defekte Dateien vorher darin löschen:
mv u2d-sys-9.705007-706009.tgz.gpg /var/up2date/sys/u2d-sys-9.705007-706009.tgz.gpg

10.) Überprüfen, ob das Update in den Ordner sys kopiert wurde:
cd /var/up2date/sys

11.) Jetzt den Update-Vorgang auf dem Slave-Node manuell starten:
/sbin/auisys.plx --rpmargs --force

12.) WICHTIG: Nach erfolgreichem Update muss die Update-Datei auf Master und Slave gelöscht werden, sonst erfolgt eine Meldung eines angeblich neuen Updates.
“Das einzig sichere System müsste ausgeschaltet, in einem versiegelten und von Stahlbeton ummantelten Raum und von bewaffneten Schutztruppen umstellt sein.”
Gene Spafford (Sicherheitsexperte)