Switch HP OfficeConnect 1920S: Telnet/SSH aktivieren

Problem:
Der Switch HP OfficeConnect 1920S ist ein sehr günstiger Full-Gigabit PoE Switch. Man muss ein paar Abstriche am Gerät machen, aber an sich ein sehr guter Switch. Für mich sind folgende Punkt etwas störend, aber für den Zweck der Switche akzeptabel:
- kein Consolen-Port (serieller Anschluss)
- Stromkabel kein Kaltgerätestecker - ist nur für den direkten Anschluss an der USV geeignet.
- Only Web-Managed

Mein Problem war, dass der Switch nur Web-Managed ist und keinen Zugriff per Telnet oder SSH bietet. Da ich kein Freund von GUIs bei Switchen bin wollte ich Telnet und/oder SSH-Zugriff haben um auf die CLI zugreifen zu können.
Per Default leider nicht möglich, aber man kann es über einen kleinen Umweg aktivieren!

Lösung:
1.) Firmware-Update auf die aktuelle Version über die GUI (bei mir PD.02.06)
2.) Eine aktuelle Start-Config exportieren über Maintenance -> Backup and Update Manage
3.) Die exportierte Config editieren und folgende Zeile VOR der Zeile "configure" setzen
ip telnet server enable
Beispiel Startup-Config von mir:
!Current Configuration:
!
!System Description "HPE OfficeConnect Switch 1920S 48G 4SFP PPoE+ (370W) JL386A, PD.02.06, Linux 3.6.5-a07f8920, U-Boot 2012.10-00118-g3773021 (Oct 11 2016 - 15:39:54)"
!System Software Version "PD.02.06"
!System Up Time "0 days 0 hrs 6 mins 39 secs"
!Additional Packages HPE QOS,HPE IPv6 Management,HPE Routing
!Current SNTP Synchronized Time: SNTP Client Mode Is Disabled
!
vlan database
exit
ip telnet server enable
configure
time-range Schedule-1
exit
time-range Schedule-2
exit
no username guest
line console
exit
line telnet
exit
line ssh
exit
!
exit

4.) Neue Startup-Config speichern und über die GUI als Startup-Config importieren (Maintenance -> Backup and Update Manage)
5.) Switch rebooten
6.) Telnet auf die Switch-IP ausführen (Default: Telnet 192.168.1.1)
7.) Mit folgenden Zeilen SSH aktivieren:
enable
configure
crypto key generate rsa
crypto key generate dsa
exit
ip ssh server enable
ip ssh protocol 2
write memory confirm
quit

8.) Wer möchte kann Telnet auch wieder deaktivieren mit dem Befehl:
ip telnet server disable


Kleiner Tipp am Rande: Wenn man die Startup-Config hochlädt, dann werden Kennwörter und sonstige Konfigurationen wieder verworfen! Also bitte erste Telnet/SSH aktivieren und dann Switch konfigurieren!

Quelle für die Hilfe:
Switches 'HPE OfficeConnect 1920S' - Enable SSH / TFTP Services

HP Notebook: Windows 10 Upgrade schlägt fehl - System reservierte Partition konnte nicht aktualisiert werden

Ich habe versucht ein neuinstalliertes HP Notebook auf die aktuelle Windows 10 Vesion 1809 zu aktualisieren. Dabei ist mit das Upgrade ständig abgebrochen mit dem Fehler "System reservierte Partition konnte nicht aktualisiert werden".
Es scheint so, dass die EFI-Partition zu klein ist. Nach etwas Recherche findet man heruas, dass HP hier eingie LOG-Files speichert und diese können die Partition vollschreiben. Resultat - Upgrade funktioniert nicht.

Wie bekommt die Logs gelöscht?
Folgendes vorgehen hierzu:
1.) cmd als Administrator öffnen
2.) EFI mounten mittles befehl
mountvol x: /s

3.) Den Inhalt des Verzeichnisses x:\EFI\HP\SystemDiags löschen
4.) Upgrade erneut durchführen - jetzt klappt es auch!

Quelle: HP: Creators Update: System reservierte Partition konnte nicht aktualisiert werden

APC Network Management Card: Someone is currently logged into the APC Management Web Server.

Wenn ich mich manchmal an meine APC UPS Network Management Card anmelden will um den Status der USV zu prüfen, erhalte ich folgende Fehlermeldung:
Someone is currently logged into the APC Management Web Server.
Scheinbar passiert das, wenn ich mich vergesse abzumelden und die Webseite einfach schließe.
Hierfür gibt es zwei Lösungswege:

1.) Lösung über Browser:
rufen Sie einfach folgende URL auf um das Logout zu "provozieren":
z.B: http://192.168.1.1/logoff.htm
Bitte passen Sie die IP oder den FQDN entsprechend an. Damit wird die laufende Session abgemeldet!

2.) Lösung per Telnet:

Öffnen Sie eine Command-Line und geben Sie folgenden Befehl ein (Telnet sollte installiert sein!):
telnet 192.168.1.1 23
Bitte passen Sie die IP oder den FQDN entsprechend an. Melden Sie sich mit Ihrem Username und Ihrem Passwort an. Auf der APC-Shell geben Sie dann einfach "quit" ein. Damit wird der Benutzer ebenfalls abgemeldet!

Exchange: Postfach per Powershell in PST exportieren (Eventuell Fehler: CommandNotFoundException)

Ich möchte gerne alte Postfächer von ausgeschiedenen Mitarbeiter in PST-Dateien exportieren. Das möchte ich aber ohne Outlook und zentral vom Server aus machen. Die Lösung findet man mit Powershell! Aber hier gibt es auch einen Fallstrick, den man wissen muss!

Es ist wichtig zu wissen, dass standartmäßig erst mal kein Benutzer berechtigt ist Postfächer in PST zu exportieren - auch der Administrator nicht! Man muss also einem Benutzer erstmal die Berechtigung geben. Dies erfolgt mit dem cmdlet New-ManagementRoleAssignment und der Rolle "Mailbox Import Export". Mit folgendem Befehl gebe ich dem Administrator die Berechtigung:
New-ManagementRoleAssignment –Role “Mailbox Import Export” –User domain\Administrator

Wenn man das vergißt, dann erhält man beim ersten Export folgenden Fehler:

The term 'New-MailboxExportRequest' is not recognized as the name of a cmdlet, function, script file, or operable progr
am. Check the spelling of the name, or if a path was included, verify that the path is correct and try again.
At line:1 char:25
+ New-MailboxExportRequest <<<< -Mailbox 123456 -FilePath \\server\pstexport\export.pst
+ CategoryInfo : ObjectNotFound: (New-MailboxExportRequest:String) [], CommandNotFoundException
+ FullyQualifiedErrorId : CommandNotFoundException

Nachdem man die Berechtigung vergeben hat, kann man mittels dem cmdlet New-MailboxExportRequest ein Postfach exportieren. Hier ein Beispielt für einen vollständigen Aufruf:
New-MailboxExportRequest -Mailbox misterx –FilePath \\server\pstexport\misterx.pst

Der Export-Request startet dann und wird beim System, je nach Auslastung, abgearbeitet. Den Status des Exports erhält man mit folgendem Befehl:
Get-MailboxExportRequest

Status InProgress = läuft noch, Status Completed = Export abgeschlossen
Da die abgeschlossenen Export-Requests nicht automatisch gelöscht werden, würde ich diese zeitnah manuell löschen, da ab einer bestimmten Anzahl keine mehr angenommen werden (ähnlich wie bei den Mailbox-Move-Requests).
Um den z.B. alle erfolgreichen Export-Request zu löschen verwenden Sie folgenden Befehl:
Get-MailboxExportRequest -Status Completed | Remove-MailboxExportRequest

Microsoft Excel/Word zeigt falschen, sperrenden Benutzer im "Dokument wird verwendet" Dialog an

Ich erhalte in letzter Zeit gehäuft die Meldung, dass Benutzer Dateien sperren, aber ein falscher Name bei der Sperre angezeigt wird.

Als Beispiel zur Erklärung:
Herr X öffnet eine Excel-Datei und erhält die Meldung, dass Herr Y die Datei bereits geöffnet hat. Herr Y hat diese Datei aber nicht geöffnet, sondern Herr Z. Trotzdem wird Herr Y als sperrender Benutzer angezeigt!
Warum der falsche Name?
Wenn man eine Office-Datei öffnet, dann wird im gleichen Verzeichnis eine temporäre Datei mit einer „~“ vorweg erstellt (z.B.: ~$Mappe1.xlsx). Darin wird festgehalten, welcher Benutzer die Datei geöffnet hat. Normalerweise sollte die „~“-Datei nach dem schließen automatisch gelöscht werden, was augenscheinlich aber nicht immer funktioniert und die Datei bleibt erhalten. Beim nächsten Öffnen kann keine NEUE „~“-Datei erzeugt werden und die Benutzerinformationen bleiben bestehen. Wenn jetzt ein anderen Benutzer die Datei öffnen will, werden die veralteten Informationen angezeigt.

LÖSUNG: Wenn man die „~“-Datei löscht, dann werden die Informationen beim nächsten Öffnen wieder richtig angezeigt.
Schaut man mal in die „~“-Datei mit einem Editor rein, dann sieht man, dass hierin der bearbeitende Benutzer vermerkt ist. Auffällig ist meiste das veraltete Erstellungsdatum. Generell könnte man auf seinem Fileserver nach solchen Dateien suchen und alle, die älter als zwei Tage sind löschen!

“Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.”
Joachim Ringelnatz