RDP: Wie setzt man eine RDP-Sitzung remote zurück (cmd - Session Reset)

Problem:
Ich hatte eine RDP-Session, die sich "verrannt" hat und ich konnte auch keinen weiteren Benutzer mehr anmelden.
Stattdessen lese ich folgende Meldung beim Anmeldebildschirm:
"Der angeforderte Vorgang konnte nicht ausgeführt werden, da die Remotedesktopdienste derzeit ausgelastet sind. Versuchen Sie es in einigen Minuten noch einmal. Andere Benutzer können sich normalerweise weiterhin anmelden."

Die Anmeldung mit einem anderen Benutzer ist ebenfalls nicht möglich.
Wie komme ich jetzt an den Server um die Session zurückzusetzen?

Lösung:
Man kann von einem anderen Server/Client aus die Session per Kommandozeile ermitteln und zurücksetzen.
WICHTIG: SIE BENÖTIGEN EINEN BENUTZER, DER ADMINISTRATOR-RECHTE AUF DEM BETROFFENEN SERVER HAT!

1.) Melden Sie sich mit dem administrativen Benutzer an einem anderen Server/Client an

2.) Führen Sie den Befehl "query session /server:" aus, wobei Sie für den Namen des betroffenen Servers eintragen.

3.) In der Ausgabe sollten sie die betroffene Session sehen - merken Sie sich die entsprechende SESSION-ID

5.) Nun setzen Sie die betroffene RDP-Sitzung mit folgendem Befehl zurück: "reset session >SESSION-ID> /server:"
Wobei die Session-ID und der Servername mit den jeweiligen richtigen Werten ersetzt werden müssen.

6.) FERTIG - Die Session wird nun zurückgesetzt - das kann einige Minuten dauern!

Sollte der Fehler häufiger auf Server 2008R2 auftreten, dann gibt es von Microsoft einen Hotfix.
Hier scheint es ein Problem zu geben zwischen dem Prozess csrss.exe und manchen Anwendungen.
Microsoft: KB2661332 - Sie können keine Remotedesktopdienste-Sitzung auf einem Windows Server 2008 R2-basierten Server wiederherstellen.

Quelle:
rodolfovaraujo: How to kill RDP sessions remotely

DHCP: Einfacher Umzug DHCP-Dienst auf neuen Server mit Anpassung Scope, allen bestehenden Leases und Reservierungen

Problem:
Ich wollte meinen DHCP-Dienst von meinem Server 2008 R2 auf den neuen DC unter 2016 migrieren.
Dabei habe ich nach einer Möglichkeit gesucht nicht alles neu einzutippen, vor allem die Reservierungen wären sehr mühsam gewesen. Wenn man hier für den 2008R2 sucht, wird man nicht fündig - weder über GUI, noch über Powershell. Man muss das ganze vom 2016er-Server angehen. Seit Server 2012 gibt es einen Powershell-Befehl für den Export bzw. Import der DHCP-Konfiguration.

Lösung:
Um die DHCP-Konfiguration vollständig zu exportieren, anzupassen und auf dem neuen Server zu importieren, gehen Sie wie folgt vor.
WICHTIG: FÜHREN SIE ALLE BEFEHLE AUF DEM NEUEN SERVER UNTER 2012R2 ODER 2016 DURCH!!

1.) Installieren Sie auf dem neuen DHCP-Server die DHCP-Rolle, damit die Powershell-Befehle vorhanden sind - überspringen Sie die Konfiguration des Dienstes

2.) Erstellen Sie das Export-Verzeichnis "C:\export" für die Konfiguration an

3.) Führen Sie folgenden Powershell-Befehl für den EXPORT aus (Computernamen anpassen!) :
Export-DhcpServer –ComputerName ALTER_DHCP_SERVER.domain.tld -Leases -File C:\export\dhcpexp.xml -verbose

4.) Jetzt können Sie z.B. die DHCP-Scope in der dhcpexp.xml anpassen. Einfach im Text-Editor öffnen und nach Scope suchen um dann die START- und END-Scope anpassen.

5.) Führen Sie folgenden Powershell-Befehl aus um die Konfiguration in den neuen DCHP-Server zu importieren (Computernamen anpassen):
Import-DhcpServer –ComputerName NEUER_DHCP_SERVER.domain.tld -Leases –File C:\export\dhcpexp.xml -BackupPath C:\dhcp\ -Verbose

6.) FERTIG - Eventuell startet der Install-Wizard beim Öffnen nochmal, diesen einfach abschließen!

Somit ist ein Umzug des DHCP-Servers ohne großen Aufwand und Verlust möglich. Zeitgleich kann ich die SCOPE anpassen, ohne die ganze Konfiguration neu einzugeben.

Kleiner TIPP am Rand: Seit Server 2012 gibt es die Funktion "DHCP-Failover", die man im Modus "Loadbalancer" und "Fail-over" betreiben kann. Sehr schönes Feature, wenn man es braucht!

Quelle:
spiffy.sg: Migrate Existing DHCP Server to Windows Server 2012 easily with PowerShell

Server 2012R2/2016: Event Error DCOM 10016 - APPID 9CA88EE3-ACB7-47C8-AFC4-AB702511C276 / F72671A9-012C-4725-9D2F-2A4D32D65169

Problem:
Nach der Installation meiner Windows 2012R2 und 2016 Server habe ich im Eventlog immer wieder folgende Meldungen gelesen:
Quelle: Microsoft-Windows-DistributedCOM
Ereignis-ID: 10016
Beschreibung:
Durch die Berechtigungseinstellungen für "Anwendungsspezifisch" wird dem Benutzer "NT-AUTORITÄT\SYSTEM" (SID: S-1-5-18) unter der Adresse "LocalHost (unter Verwendung von LRPC)" keine Berechtigung vom Typ "Lokal Aktivierung" für die COM-Serveranwendung mit der CLSID {D63B10C5-BB46-4990-A94F-E40B9D520160} und der APPID {9CA88EE3-ACB7-47C8-AFC4-AB702511C276} im Anwendungscontainer "Nicht verfügbar" (SID: Nicht verfügbar) gewährt. Die Sicherheitsberechtigung kann mit dem Verwaltungstool für Komponentendienste geändert werden.


Lösung:
Das Problem ist, dass der genannte Benutzer (hier: SYSTEM) keine Berechtigung zur Lokalen Aktivierung der DCOM-Komponente besitzt. Um dem Benutzer diese Berechtigung zu geben, müss man wie folgt vorgehen:

1.) regedit starten und zum Schlüssel "HKEY_CLASSES_ROOT\AppID\{9CA88EE3-ACB7-47c8-AFC4-AB702511C276}" navigieren
2.) Hier in den Berechtigungen den Besitzer auf "Administratoren" ändern (Default ist TrustedInstaller)
3.) Den Administratoren dann die Berechtigung "Vollzugriff" auf das Objekt gewähren
4.) Jetzt öffnet man die Komponentendienste mittels "dcompcfg"
5.) In der DCOM-Konfiguration zur entsprechenden APPID navigieren (Hierbei handelt es sich um den "RuntimeBroker")
6.) Den Reiter "Sicherheit" öffnen
7.) Im Abschnitt "Start- und Aktivierungsberechtigungen" auf den Button "Bearbeiten" klicken
8.) Dem Benutzer in der Event-Meldung (hier: System) hinzufügen und die Berechtigungen "Lokale Aktivierung" und "Lokaler Start" geben
9.) FERTIG - der Fehler sollte jetzt nicht mehr auftauchen

Ich hatte die Meldung auch nochmals mit der APPID "F72671A9-012C-4725-9D2F-2A4D32D65169" - hier genauso damit verfahren!

Quelle:
Wiki Butzhammer.de: DistributedCOM-Fehler 10016, APPID 9CA88EE3-ACB7-47C8-AFC4-AB702511C276

Bash : Funktion um Files zu laden

Funktion um Dateien aus dem Internet zu laden. Prüft ob curl vorhanden ist , wenn nicht wird wget versucht. Wenn gar nichts von beiden gefunden wird wird das Skript beendet.

function get_remote_file () {
        # ------------------------- get_remote_file -------------------------------------------------------------------
        # download an file to local storage
        #
        # need 2 parameters : get_remote_file [URL_TO_FILE] [LOCAL_PATH]
        # -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

        if [[ ! -z "${1}" || ! -z "${2}" ]]; then
                bin_dl=""
                # check Local Path
                if [ ! -d "${2}" ]; then
                        mkdir "${2}"
                fi
                # check bins
                # using command instead of which to be posix comp.
		
		# ------ check curl
                command -v curl >/dev/null 2>&1
                if [ $? -eq 0 ]; then
                        bin_dl="curl -s -O "
                fi

		# ------ check wget
                command -v wget >/dev/null 2>&1
                if [[ ${bin_dl} = "" && $? -eq 0 ]]; then
                        bin_dl="wget -q "
                fi

		# ------ if emtpy curl and wget not found
                if [ ${bin_dl} = "" ]; then
                        echo "need curl or wget for work please install one of them"
                        exit 98
                fi

                # download file
                if [[ "${1}" =~ http:// || "${1}" =~ https:// || "${1}" =~ ftp:// ]]; then
                        # ${1} is an remote file will be downloaded to ${2}
                        cd "${2}" && { ${bin_dl} "${1}" ; cd -; }
                else
                        # ${1} is not an remote file EXIT !
                        exit 98
                fi
        else
                echo "check parameters for function #> get_remote_file"
                exit 9
        fi
}

Bash : Inhalt von ZIP Dateien vergleichen

Problem : Man möchte über Bash nur den Inhalt einer Zip Datei vergleichen. Die Zip Datei wird aber automatisiert auf einem Server über cron erstellt, was zur Folge hatte das der Zeitstempel und somit auch die md5 Summen unterschiedlich sind.

Lösung : Die Lösung ist mit unzip in die Datei zu schauen und diesen Output mit diff zu verleichen.
function check_files_in_zip () {
	# ------------------------ check_files_in_zip ---------------------------------------
	# compare the content of two zipfiles if equal the function return 0 otherwise 1 
	#
	# need 2 parameters : check_files_in_zip [NAME_OF_OLD_ZIPFILE] [NAME_OF_NEW_ZIPFILE]
	# -----------------------------------------------------------------------------------

	if [[ ! -z "${1}" || ! -z "${2}"  ]]; then
        	diff <(unzip -v -l "${1}" | awk '! /Archiv/ && /[0-9]/ { print $1,$5,$6,$7,$8 }' | sed '$d') <(unzip -v -l "${2}" | awk '! /Archiv/ && /[0-9]/ { print $1,$5,$6,$7,$8 }' | sed '$d') 1>/dev/null 2>&1
        	if [ $? -eq 0 ]; then
                	return 0
        	else
                	return 1
       		fi
	else
		echo "check parameters for function #> check_files_in_zip"
                exit 9
        fi
}
“Das einzig sichere System müsste ausgeschaltet, in einem versiegelten und von Stahlbeton ummantelten Raum und von bewaffneten Schutztruppen umstellt sein.”
Gene Spafford (Sicherheitsexperte)